Segelkunstflug-SM: Manfred Echter ist Schweizermeister

Die Segelkunstflug SM in Buttwil wurde heute Abend abgeschlossen. Dank der Fusion der Kategorien und der eher bescheidenen Teilnehmerzahl konnten in der Kategorie Advanced total sechs Durchgänge absolviert werden. Manfred Echter dominierte die Konkurrenz nach Belieben und wurde verdient Schweizermeister. Erfreulich ist der zweite Rang von Martin Götz. Die solide Vorbereitung innerhalb der SAGA im Vorfeld der Wettbewerbe hat sich ausgezahlt. Jochen Reuter gewann die Bronzemedaille. In der Kategorie Espoirs ging die Goldmedaille an Dario Wirz, SG Bad Ragaz, Silber gewinnt Marisa Grollimund (Gruppe nicht bekannt) und Bronze Sarah Schröder, ebenfalls SG Bad Ragaz. Adrian Räz aus der SG Zürich verhaute nach einem guten Start die letzten beiden unbekannten Pflichtprogramme, sonst wäre das Rennen um den dritten Rang sehr knapp geworden. Die SG Zürich hat sich als Organisatorin der SM bravourös bewährt. Ruhig, kompetent und umsichtig. Vielen Dank! Ein Komplilment geht auch an die Punktrichter für ihre objektive Beurteilung und für den grossen Einsatz. Den Segelkunstfliegern wünsche ich viel Erfolg. Macht wenn immer möglich Werbung für eure Sportart und motiviert eure Kameradinnen und Kameraden an den Segelkunstflugwettbewerben teilzunehmen.

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Segelkunstflug SM Buttwil, 2. September

Heute Vormittag schob sich nach zwei Flügen eine kurze Gewitterfront in die Kunstflugbox. Somit konnte der Wettbewerb erst am Nachmittag so richtig lanciert werden. In der Kategorie Unlimited standen die unbekannte Pflicht Nr. eins und Nr. zwei auf dem Programm. Die Espoirs startete zur Kür Nr. 2.

Die Resultate vom zweiten Wettbewerbstag sind zur Zeit noch nicht bekannt. Alle weiteren Informationen- auch über das Rahmenprogramm – sind unter : http://www.akrosm2011.ch publiziert.

Lucretia

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Segelkunstflug SM in Buttwil

Heute begann in Buttwil die Segelkunstflug SM. In der Kat. Unlimited (früher Elite) waren drei Kandidaten angemeldet, in der Kat. Advanced (früher Promotion) vier. Damit ein würdiger Schweizermeister gekürt werden kann, benötigt es in diesen beiden Klassen je min. sechs Teilnehmer. Nach einigen Diskussionen innerhalb der Punktrichter und im Einverständnis mit den Akteuren, wurden die drei Piloten der Kat. Unlimited in die Advanced umgeteilt.

Manfred Echter hatte sowohl in der bekannten Pflicht, als auch in der Kür die Nase vorn! Chapeau – er ist mit Abstand der älteste Teilnehmer! Er hatte sich eigentlich in der Unlimited eingetragen. Martin Götz nahm seinen WM-Schwung mit an die SM und belegte nach dem ersten Tag den zweiten Rang, er wurde allerdings in der Kür vom Drittplatzierten Gastpilot Marius Fink überflügelt.

In der Kategorie Espoirs gibt es an der Siegerehrung wieder einmal für alle Teilnehmer eine Medaille. Mario Wirz aus der SG Bad Ragaz ist nicht nur der Hahn im Korb, er führt nach den ersten beiden Durchgängen auch das Klassement an. Die Kürwertung ging an Marisa Grollimund. Aber Sarah Schröder wird nichts unversucht lassen, um ihrem “Gruppenrivalen” ein wenig einzuheizen.

Die Organisation unter der Federführung der SG Zürich klappt vorzüglich, die Stimmung ist sehr gut – und die Wespen scheinen am Segelkunstflug auch grossen Spass zu haben! Bis morgen…..

Lucretia Hitz

Resultate vom 1. September nach zwei Durchgängen

Kategorie Espoirs

Name Flugzeug I Kür 1 Bekannte Pflicht Total Punkte O/all %
1 Dario Wirz Pilatus B4 HB-3051 1191.54 1107.44 2298.97 73.69
2 Marisa Grolimund Pilatus B4 HB-1253 1241.56 1042.01 2283.57 73.19
3 Sarah Schroeder Pilatus B4 HB-3051 1098.71 896.25 1994.96 63.94

Kategorie Advanced

Name Flugzeug I Kür 1 Bekannte Pflicht Total Punkte O/all %
1 Manfred Echter MDM-1 Fox HB-3241 1219.08 1486.33 2705.40 74.53
2 Martin Goetz MDM-1 Fox HB-3241 1171.87 1300.56 2472.43 68.11
3 Marius Fink MDM-1 Fox D-4560 898.00 1367.81 2265.81 62.42
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Bericht WAGAC

2. Advanced Segel-Kunstflug-Weltmeisterschaft 2011 27.07. bis 06.08.; Torun (Polen) 15. August 2011; Georg Krenger, Team Captain

Die Weltmeisterschaft

Die Weltmeisterschaft wurde wiederum als Doppelanlass durchgeführt:

  1. 14. Segelkunstflug Weltmeisterschaft in der Klasse «Unlimited»
  2. 2. Segelkunstflug Weltmeisterschaft in der Klasse «Advanced»; in dieser Klasse gelten Einschränkungen für die Teilnahme (Berechtigung nur für eher unerfahrenere Pilotinnen und Piloten) und bei der Auswahl der zu fliegenden Figuren

Die Schweiz war in der Klasse «Advanced» mit dem Team Martin Götz, Stefan Knech und Fritz Krieger vertreten.

Zuerst: das grosse Warten

Erst nach einer Woche: der erste Wettkampftag

Am Dienstag der zweiten Woche, am 2. August, konnten wir in unserer Klasse endlich zum ersten Wettbewerb starten. Wir waren ja bereits seit Samstag, 23. Juli in Torun (200km WNW von Warschau). Die Sache hatte sich zwar ganz gut angelassen: bereits am Sonntag, 23. Juli konnte unser Team seine Angewöhnungs- und Trainingsflüge absolvieren (alle brachten es auf drei Flüge, Fritz sogar auf vier).

Dann begann das Desaster: kein fliegbarer Tag mehr: Regen, zu tiefe Wolken, zu viel Wind (ein Kunstflieger liebt das, was das Bild zeigt, gar nicht), Briefing dauernd im Zweistunden-Rhythmus verschoben, Alternativprogramme mit Stadtbesichtigung, Besuch des Astronomischen Institutes der Uni (Nicolaus Kopernikus ist schliesslich hier in Torun geboren).

Zufrieden

Der erste Wettkampf – Programm Nr. 1, bekannte Pflicht – liess sich für das SWISS TEAM ganz erfreulich an: Stefan Knecht flog von 36 gewerteten Piloten den sehr guten Rang 5 heraus, Martin Götz kam auf Rang 20 und Fritz Krieger auf Rang 28.

Leben neben dem Flugplatz

Das lange Warten gab auch Gelegenheit, sich über das Leben ausserhalb des Flugplatzes Gedanken zu machen – zum Beispiel über den polnischen Strassenverkehr. Ein Schweizer Polizist würde hier ein „Herzchriesi“ kriegen (oder die Kasse klingeln hören). Das Bild vom Lastwagen, der trotz doppelter Sicherheitslinie einen Mähdrescher überholt, ist charakteristisch. Zwar fährt der Grossteil der polnischer Fahrer durchaus vernünftig und hält sich an die Regeln. Wie ich aber in allen Oststaaten beobachten konnte, kennt eine Minderheit (meist wohl irgendwelche neu-erfolgreiche Bissnismeny in dicken „Chärren“, aber auch ganz „normale“ Bürger) gar nichts. Diese Leute haben eine sehr spezielle Auffassung von einer den Strassenverhältnissen angepassten Geschwindigkeit. Überholen über eine einfache Sicherheitslinie ist bei diesen Typen “common use“, Vorfahren über eine doppelte treibt höchstens den Puls der „Zuschauer“ in die Höhe und Überholen bei Gegenverkehr erhöht offenbar den Spass am Leben – wenn man an diesem bleibt! Mit der Zeit wundert einen gar nichts mehr – falsch: man wundert sich darüber, dass nicht mehr Wracks und Tote am Strassenrand liegen – mit Blumen geschmückte Kreuze hat es aber schon welche … .

Aber sonst ist Polen ein sehr sympathisches Land. Torun hat eine schöne Altstadt mit vielen sehr speziellen Restaurants, in denen wir gut essen. Was mir auffällt: diese Beizlein werden von jungen, aufgestellten Crews betreut. Und über die Preise wagen wir Schweizer gar nicht zu sprechen! Im übrigen ist alles zu finden, einschliesslich H&M, MediaMarkt und Lidl.

Dann: der Endspurt

Nachdem wir also eine Woche lang über das Wetter gejammert hatten (was völlig zwecklos ist …), ging‘s dann in der zweiten Woche richtig los.

Von Dienstag bis am Freitag konnte nun durchgehend und in hohem Rhythmus geflogen werden. In beiden Klassen «Unlimited» und «Advanced» kam so eine gültige Weltmeisterschaftswertung zustande.

Kurz erklärt:

Eine Kunstflug-(Welt-)Meisterschaft umfasst die folgenden sechs Programme:

  1. Bekannte Pflicht (vom Veranstalter vorgegeben)
  2. Unbekannte Pflicht (vom Veranstalter aus Figurenkombinationen zusammengesetzt, welche von den Teams vorgeschlagen werden)
  3. Kür (vom Teilnehmer selbst zusammengestelltes Programm)
  4. Unbekannte Pflicht 2 (wie unbekannte Pflicht 1)
  5. Unbekannte Pflicht 3 (wie unbekannte Pflicht 1)
  6. Unbekannte Kür

„Warm-Up-Flug“: Bevor ein Durchgang gestartet wird, fliegt ein Pilot ausser Konkurrenz in der Regel ein so genanntes „Warm-Up-Programm“. Dieses dient dazu, die Punktrichter auf die folgenden Wettbewerbsflüge einzustimmen.

Bewertung: Die Flüge wurden von 8 Punktrichtern bewertet. Die Punktrichter stehen unter der Leitung des „Chief-Judge“, in Torun Phillipe Kuechler (CH).

Damit nun ein Wettbewerb als Weltmeisterschaft gewertet wird, müssen mindestens 3 Programme vollständig geflogen werden können. Dies war für die Klasse Unlimited bereits am Dienstag der zweiten Woche erfüllt, für die Advanced am Donnerstag. In beiden Klassen konnten schliesslich vier Programme geflogen werden.

Beinahe hätte es aber in den beiden Klassen sogar für fünf Programme gereicht. Da kamen aber unvorhergesehene Unterbrüche dazwischen. Der eine war ein administratives Missgeschick: beim Programm vier der Umlimited bemerkten die Punktrichter Seltsames. Zuerst beging Manfred Echter, Mitglied der Internationalen Kunstflug-Jury und fast Standard-Warm-Up-Pilot, gegen Schluss seines „Warm-Up“-Fluges einen „Programmfehler“, was ihm sonst eher selten passiert. Als dann der erste Wettkampfpilot den selben „Schnitzer“ beging, wurde Philippe Kuechler, stutzig. Er prüfte und siehe da, Punktrichter und Wettkampfpiloten hatten nicht genau das gleiche schriftliche Figurenprogramm erhalten. Das ist, wie wenn im Gottesdienst Organist und Gemeinde unterschiedliche Lieder aufschlagen … !

Weitere Unterbrüche ergaben sich daraus, dass die Windwerte ausserhalb der zulässigen Limiten gerieten (bei starkem Wind können die Piloten ihr Programm kaum innerhalb der vorgeschriebenen Box von 1 x 1 x 1km Kantenlänge halten). Letztes Jahr in Finnland hatte uns dieses Phänomen ganze drei Tage am Boden gehalten, hier wenigstens nur während kurzer Perioden. Zwar hatte ich an sich Schlimmeres befürchtet: als ich durch das flache Land zwischen Leipzig und Berlin angereist war, sah ich dort die vielen Windkraftanlagen. Solche stellt man ja in der Regel nicht dort auf, wo selten der Wind bläst … . Ich erwartete nun also in Polen – ebenso flaches Land –einen ständigen kräftigen Wind und ich sah uns darum schon dauernd blockiert – es war dann in der ersten Woche schliesslich nicht (nur) der Wind, sondern auch tiefe Wolken und Niederschlag, was uns am Boden hielt.

Die Resultate in unserer Klasse (gesamthaft 36 gewertete Piloten), der Erfolg

Stefan Knecht belegte den 9. Schlussrang. Er hatte sehr gut begonnen, erreichte er doch in der Pflicht den schönen fünften Platz. In der unbekannten Pflicht 1 geriet ihm aber das „Männchen“ so ziemlich daneben, was ihm prompt einen „Nuller“ eintrug (gleiche Wirkung wie eine Aussenlandung im Streckenflugwettkampf) und ihn auf Platz 27 setzte! Er fing sich aber auf und beendete Programm 3 mit dem ausgezeichneten Platz vier und Programm 4 mit Platz 8.

Nur knapp hinter Stefan errang Martin Götz den Schlussrang 10. Er hatte sich in den verschiedenen Teilen dauernd verbessert: Rang 20, dann 19 und zwei Mal 11.

Auch Fritz Krieger hatte nach seinem eher etwas unglücklichen Einstieg – Rang 28 im Programm 1 – nicht die Nerven verloren und sich gesteigert: Ränge 13, 17 und 12. Derart erreichte er die Schlussplatzierung 16.

Das Schweizer Team brachte also alle Piloten deutlich in die erste Hälfte der Rangliste. Diese ausgeglichene Leistung verhalf uns schliesslich zum vierten Platz (von 9) in der Teamwertung – vor Italien, der Tschechischen Republik, Polen, der Slowakei und Finnland; nach Deutschland, Frankreich und Schweden. Dazu „Kunstflug-Guru“ Manfred Echter: „Das Schweizer Team kann mit seinem vierten Rang in der Mannschaftswertung mehr als zufrieden sein, wenn man den Trainingsaufwand betrachtet, den z.B. die Franzosen treiben konnten“.

Die Übersicht («Advanced», 36 gewertete Teilnehmer, 9 gewertete Teams)

Ränge / Punkte in den Disziplinen
Piloten Programm 1 Bekannte
Pflicht
Programm 2 Unbekannte
Pflicht
Programm 3 Kür Programm 4 Unbekannte
Pflicht 2
Gesamtresultat
Weltmeister
Benoit Merieau (F)
1. Rang
1‘305.20
1. Rang
1‘338.20
1. Rang
1‘572.07
1. Rang
1‘254.27
1. Rang
5‘469.73
Stefan Knecht 5.Rang
1‘240.50
27.Rang
1‘066.50
4.Rang
1‘544.23
8.Rang
1‘225.83
9.Rang
5‘077.06
Martin Götz 20.Rang
1‘147.85
19.Rang
1‘155.41
11.Rang
1‘497.55
11.Rang
1‘176.46
10.Rang
4‘977.28
Fritz Krieger  28.Rang
1‘087.23
13.Rang
1‘205.97
17.Rang
1‘433.16
12.Rang
1‘174.57
16.Rang
4‘900.93
Team Deutschland Weltmeister 15‘427.91
Team Schweiz 4. Rang 14‘955.27

In der Klasse «Unlimited» heisst der Gesamt-Weltmeister Jurek Makula (Polen), er errang diesen Titel nun zum siebten Mal (!).

Alle Resultate unter: http://www.civa-results.com/ , dann “The World Advanced Glider Aerobatic Championships, Torun, Poland“. Klickt man bei einem Piloten die Punktzahl einer Disziplin an, so erscheint die Übersicht über die Wertung aller Punktrichter für diesen Flug.

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EM Pociunau 13.8.2011

Entgegen aller Prognosen ist der Himmel wolkenlos. Heute steht das letzte Rennen an. Mal sehen, wie sich der Tag entwickelt. erster Start um 11:30.

Nach zweimaliger Startverschiebung werden um 13:00 die Offenen geschleppt. es ist offenbar noch sehr wenig Steigen zu finden. In der Umgebung türmen sich die Cumulonimben und es schaut trüb aus gegen Süden.

Um 14:00 werden die 15 und 18 m an den Himmel gehängt. Die Bedingungen verbessern sich allmählich. Fredy fliegt um 14:33 ab; AAT 114/197 km. Er erfüllt die Aufgabe und landet in Pociunai.

Damit ist der Wettbewerb beendet. Heute Abend findet die Farewell-Party statt.

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EM Pociunai 12.8.2011

Das Wetter heute morgen ist trüb und kalt. Um 7 Uhr hat es leicht geregnet. Um 12:00 findet ein weiteres Briefing statt. Zurzeit scheint die Sonne; für wie lange weiss nur Petrus und der sagt nichts.

Um 13.15 wurde die 18m-Klasse geschleppt. Mehrere sind abgesoffen und sind nochmals gestartet. Kurz nach dem Oeffnen der Startlinie bildete sich im Westen ein Gewitter. Das Tracking zeigt, dass das Feld um dieses Gewitter musste. Es ist dann auch über den Platz gezogen und es hat heftig geregnet und gehagelt. Die beiden anderen Klassen wurden neutralisiert. Von den Gestarteten haben alle bis auf einen die Aufgabe erfüllt.

Vor dem gestrigen Rennen lagen unsere Piloten in der Nationenwertung auf Platz 5!

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